Ciclovia – 6. Etappe

Von Buja nach Belvedere    Kilometer 343 bis 416

Im Hotel Cajeta haben wir im Doppelbett das gemeinsame Laken und die Überdecke getrennt, damit jeder eine eigene Zudecke hatte. Um 9.30 Uhr waren wir startklar. Die Strecke bis Grado war mit ca. 78 km die längste aller Etappen. Und auf unserem Weg lagen noch sehenswerte Orte wie Udine, Palmanova und Aquileia.

Bis Udine haben wir ein abwechlungsreiches Auf und Ab mit häufigen Navigationsstopps, weil neue Strassen und schlechte Ausschilderung uns immer wieder vom Weg abbringen. An manchen Stellen entscheiden wir uns einfach für die Landstrasse und suchen den Wiedereinstieg in den Ciclovia im nächsten Ort.

Udine

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Udine vom Burgplatz aus

Udine, den Hauptort des Friaul, erreichen wir zur Mittagzeit. Von dem grossen Fest in der Altstadt wussten wir nichts. Die Stadt war voll. Es muss wohl ein kulinarisches Fest gewesen sein, den vielen Fleisch- und Käsespezialitäten nach, die einem angeboten wurde. Wir suchten schnell das Weite, denn an Besichtigung war nicht zu denken.

Palmanova – Festungsstadt mit riesenhaften Piazza Grande

Auf dem Weg nach Palmanova kamen wir schnell voran, dank neuer Strassen und neuer Kreisel und Verzicht auf Radwegsuche. Bei einer Eispause in einer Gelateria mit bayerischer Bedienung bekamen wir den Tipp, die Landstrasse zu nehmen. An einem Sonntagmittag mit wenig Verkehr nicht allzu gewagt.

Palmanova erreichten wir durch das westliche Stadttor. Hier gab es überhaupt keine Orientierungsprobleme. Neun Strassen laufen auf die Mitte zu – ein überdimensionaler Platz. Als Festungsstadt geplant und vor den Türken im Mittelalter verteidigt und bewahrt. Wir statten der Kirche noch einen Besuch ab und machen uns auf nach Aquileia.

Der Radweg folgt nun weitgehend der Landstrasse, mal links, mal rechts. Es ist auch gut was los, denn die Italiener haben  auch schon längst das Rad als Freizeitgerät entdeckt und machen gerade an Sonntagen davon regen Gebrauch.

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Bodenmosaik in der Basilika von Aquileia

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Turm der Basilika in Aquileia

Aquileia wird dominiert von der frühchristlichen Kirche aus dem 5. Jahrhundert, die das grösste Mosaik in Europa als Hauptattraktion aufweist. Vor der Stadt erinnern Ausgrabungen und Säulen an einen römischen Tempel.

Nach Grado sind es nun noch 12 Kilometer und wir beschliessen, aus Kostengründen nicht in Grado zu übernachten sondern vor dem Damm in Belvedere. Dort finden wir einen kleinen Bungalow auf dem Campingplatz.

Die letzte Etappe heben wir uns für einen Badetag auf: 6 Kilometer ohne Gepäck, nur mit Badesachen.

 

Peters Tagesverse

Von Buja auf dem Berg schon mal was gehört?

Dort backt man gerne Riesenpizzen

Und trinkt mit Freunden manches ungestört

Und bleibt lang an der Strasse sitzen.

Und heute morgen Hügel auf und ab

Und links und rechts geguckt, geschunden

Bei dreissig Grad doch Udine gefunden,

Die kleinen Schilder waren ziemlich knapp.

Dank Reinhards Navi ist doch ganz leicht

Das Belvedere-Camping um sechs erreicht.

Heut’ kein Verlust und keinen Platten

Nur Pinien hier mit reichlich Schatten.

One comment

  1. Ihr Lieben,
    bei dreissig Grad doch Udine gefunden, dass haben wir mit dem Auto und zwei kleinen Kindern vor 32 Jahren erlebt. Wir senden euch liebe Grüße
    Ursula und Alois

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