Ciclovia – 2. Etappe

Heute geht es von Sankt Johann nach Obervillach  Kilometer 80 bis 138

Der Tag beginnt mit hellen Sonnenstrahlen, die über die Berge langsam ins Tal kommen. Bestes Wetter ist also angesagt. Auf dem Programm steht eine happige Bergetappe nach Bad Gastein und weiter nach Böckstein.

Zuerst steuern wir die Liechtensteinklamm kurz hinter Sankt Johann an. Dazu fahren wir vom Radweg ab und ca 2 km die Ache hoch.  Bereits um 9.30 Uhr war der Besucheransturm enorm.

Wasserfall in der Liechtensteiner Klamm

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In der Liechtensteiner Klamm

Ein Naturschauspiel ohne Gleichen erwartet uns. Die Partnach- oder Wimmbachklamm ist dagegen fast harmlos. Die Stege werden abwechselnd auf beiden Seiten geführt. An besonders engen Stellen wurden Stollen in den Berg getrieben. Alle 20 m ein französischer Balkon, damit man dem tosenden Wasser in der engen Klamm näher kommen konnte. Spektakulär ist ein ca 60 m hoher Wasserfall auf halber Strecke, der der Ache die enormen Wassermassen zuführt.

Der Abstecher kostete und zwar Zeit, aber wir wollen ja eh nicht nur Kilometer kloppen. Für den weiteren Weg nach Bad Gastein stehen starke Anstiege an, aber peu à peu kommen Höhenmeter hinzu. Bei Lend erreichen wir die Gasteiner Ache. Der Radweg teilt sich mit einem 2 km langen Straßentunnel den Weg ins Gasteiner Tal. Kurz hinter dem Tunnel, der uns mit ohrenbetäubenden Lärm fast den letzten Nerv kostete, erblicken wir die Burg Klammstein. Mit mittleren Tempo geht es durch das weit ausgeräumte Gasteiner Tal.

Tunneleinfahrt zum Gasteiner Tal – auch für Fussgänger!

Kurz vor Bad Gastein kommt dann die Überraschung. 2 km starker Anstieg, Schieben ist angesagt. Das machen auch die anderen Radwanderer, die wir einholen oder die uns überholen. Keiner ist schneller oben. Bad Gastein hat sicher schon bessere Zeiten erlebt, einige repräsentative Gebäude stehen leer und warten auf Modernisierung. Naturschauspiel ist der Wasserfall, der mitten durch die Stadt geht. Eigentlich besteht Bad Gastein aus drei Etagen, die oberste ist die Etage mit dem Bahnhof und der Straße, die nach Böckstein geht. Peter tankt sein  e-Bike noch eine Stunde auf, denn es geht noch weiter zur Tauernschleuse.

 

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Bad Gestein mit Wasserfall

Die Tauernschleuse ist eigentlich ein Zugshuttle zwischen Böckstein und Mallnitz auf der Südseite. Im Stundentakt fährt ein Autozug hin und her. Mit uns schleusen sich noch ca 20 Harley-Motoristen und 20 Autos. Nach 15 Minuten sind wir dann auch schon auf der Südseite. Uns erwartet eine rasante Talfahrt über mehrere Kehren bis nach Obervellach.

Durchquert – runter vom Shuttlezug hinter der Tauernschleuse in Mallnitz

10 km Abfahrt ins Mölltal

 

Quartier finden wir im Hotel Pacher direkt im Zentrum.

 

Peters Tagesverse

Wo wilde Wasser ohne Damm

sich gurgelnd suchen ihren Weg,

da stieg’n wir in die alte Klamm 

 auf einem langen, nassen Steg.

Das G’steiner Tal wars Gegenteil:

So weit, so heiß, so grün, so jung.

Wir radelten in schöner Eil

zur Tauernschleuse voller Schwung.

Und trinken jetzt nach dem Büffet

Zwei Gläser scharfen Jagertee.

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