Ciclovia – 1. Etappe

Salzburg/Anif – Sankt Johann im Pongau     Kilometer 15 bis 79

Wir sind gestern schon von Salzburg nach Anif gefahren, unserem Übernachtungsort. Daher wurden 15 km am heutigen Tag eingespart. Unser Zimmer mit 5 Betten war leider nicht so bequem, dafür hätten wir aber auch in der Nacht die Betten wechseln können. Haben wir aber nicht gemacht.

Es ging nach einem eher amerikanischen Frühstück um 9.30 Uhr los auf die Strecke nach Sankt Johann. Nach kurzer Fahrt erreichten wir Hallein, von wo das Weihnachtslied “Stille Nacht, heilige Nacht” um die Welt ging. Danach war uns aber nicht zumute, also weiter nach Golling. Der Gollinger Wasserfall sollte einen Abstecher  wert sein. Leider gab es nur einen mühsamen Fußweg dorthin.  So war an der Brücke über den reisenden Fluss schon Schluss.

Unterhalb des Gollinger Wasserfalls

Der Weg nach Golling folgte noch weitgehend der Salzach, aber hinter Golling ging es mit langen Steigungen und Abfahrten an der Bundesstraße entlang, doch etwas nervend.

Burg Hohenwerfen hinter Golling

 

Erst in Bischofshofen erreichten wir auf geschottertem Weg wieder die Salzach. Bischofshofen ist bekannt durch seine Skisprungschanze, auf der jedes Jahr das letzte Springen der Vierschanzentournee stattfindet. Auf der rechten Salzachseite angekommen, erblicken wir sie auch.

Bischofshofen mit Schanze

Die Rast in Bischofshofen nutzte Peter zum Aufladen seines Akkus. Gut, dass vor Kurzem die festen Ladestationen im Zentrum in Betrieb gingen. Mein Akku brauchte nur ein belegtes Brötchen und die Trinkflasche. Gleichzeitig machten wir auch unsere Übernachtung in Sankt Johann klar.

Auf nach Sankt Johann. Wir konnten wählen: links und rechts der Salzach. Und entschieden uns zuerst für die rechte Seite. Am Stauwehr Urreiter konnten wir dann auf die linke Seite wechseln. Besonderes Interesse erregte uns die irrsinnig lange Fischtreppe mit gezählten sechs Kehren. Eine Slalomstrecke, wie sie für Österreich Gang und Gäbe ist. Schwer vorstellbar, dass überhaupt ein Lachs jemals den Weg flussaufwärts geschafft hat.

Stauwehr und Fischtreppe bei Urreiting

Nur ein paar Kilometer und die Doppeltürme des Pongauer Doms in Sankt Johann zeigen schon das Ziel an. Unser Gasthof Lechner liegt fahrradfreundlich auf Flussniveau. Die Wirtin klärt uns noch über die Doppeltürme des Doms auf. Der Dom hatte lange Zeit nur einen Turm, bis er in einem Sturm umfiel. Erst ein zweiter Turm gab dem Bauwerk die Stabilität, die auch heute noch zu bewundern ist.  Kein Widerspruch. Steht doch in der Gaststube “Wer unsere Wirtin kränkt, wird gehängt”. Links von dem Spruch hängt ein Kruzifix.

Salzach vor Sankt Johann

Dom von Sankt Johann

Den Abend verbringen wir in der Altstadt von Sankt Johann. Altstadt kann man aber eigentlich nicht sagen in Anbetracht der vielen neuen Gebäude und der piekfeinen Anlagen. Zum Speisen kehren wir bei Silbergasser ein, zweimal Leberknödelsuppe und einmal Zwiebelrostbraten. Wer was ass, bleibt unter uns.


Peters Tagesverse

Bevor wir noch zu Haus versauern

Da fahr’n wir lieber zu den Tauern.

Und  weder Steigung, Regen, Bären

Können uns die Freud verwehren

an Burgen, Almen, Klamm und Flüssen 

auch wenn wir fahr’n mit nassen Füßen.

3 comments

  1. Prima, jetzt habe ich euren Block gefunden. Tolle Fotos. Schade, dass ihr Regenwetter habt. Wir drücken euch die Daumen, dass das Wetter sich bessert.Hier bei uns ist der Sommer zurückgekommen. Viele Grüße aus Tungeln Renate

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